Mad Max: Fury Road | Film 2015 - Kinostart

von Hengst, Tom veröffentlicht

Mad Max: Fury Road | Film 2015 - Kinostart

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Mad Max: Fury Road | Film 2015 - Kinostart

Mad Max: Fury Road steht vor der Tür. Der nächste Teil der Saga erwartet nun seinen Kinostart. Kann der Film 2015 die früheren Erfolge wiederholen.

Mad Max: Fury Road - Der Film 2015

30 Jahre ist es nun mehr her, das Mel Gibson mit Mad Max vor der Kamera stand. Nun kommt der Streifen zurück auf die Leinwand und die Endzeit beginnt von Neuem. Mad Max: Fury Road kehrt zurück nach Australien und zeigt den Kampf des einsamen Helden, gegen alle üblen Bösewichte in ihren schrillen Outfits. An dieser Stelle wollen wir einmal Revue passieren lassen, was diese Filmreihe so besonders macht und was die Menschen diesem Outlaw so lieb gewonnen haben.

Eine Zukunft ohne Zukunft

In den 80er Jahren war sich Hollywood weitgehend einig. Die Zukunft sieht düster aus und die menschliche Rasse sieht einem fatalen Ende entgegen. Die Klapperschlange ist eines der besten Beispiele für ein solches Werk, indem ganz Manhatten zu einem einzigen Gefängnis geworden ist. Auch in Terminator erlebt der Zuschauer den apokalyptischen Albtraum eines nuklearen Krieges, an dessen Ende die Herrschaft der Maschinen steht. Doch vor all dem war da noch etwas. Bereits 1979 drehte Regisseur George Miller den Film Mad Max und verhalf damit ganz nebenbei Mel Gibson zu seinem Durchbruch im Filmgeschäft. Der Streifen hatte seinen ganz eigenen Charme. Mordende Rockerbanden ziehen durch das Outback und Mad Max ist der Racheengel, der ihnen gewaltig die Hölle heiß macht.

Mad Max - Auf in die Endzeit

Mad Max: Fury Road startet zeitlich genau nach dem letzten Film - Jenseits der Donnerkuppel. Australien ist in Schutt und Asche versunken und es herrschen Gewalt und Chaos. Nur eine spezielle Polizeieinheit kann der Gewalt noch Herrwerden. Sie setzt sich gegen mordende Rockerbanden durch. Der Polizist Max Rockatansky steht in diesem Kampf an vorderster Stelle. Doch sein Leben findet eine jähe Wendung, denn sein bester Freund wird ermordet und seine Frau wird bestialisch verstümmelt. Von nun an wird Max zum Outlaw - zum Mad Max. Er mutiert zu einer Ein-Mann-Armee im Kampf gegen die wilden Horden.

Die Geschichte kommt nicht von ungefähr. Miller war vor seiner Karriere als Regisseur als Unfallarzt in Australien tätig. Er wurde 1945 geboren und ist Sohn griechischer Einwanderer. Im Alter von 26 Jahren lernte Miller den späteren Mad Max Produzenten Byron Kennedy, an der Filmschule kennen. Die Erfahrung, die Miller mit schweren Verletzungen bei Unfällen hatte, tauchte auch später im Film auf. Auch schnelle Autos spielen immer wieder eine Rolle, denn Miller verlor als Teenager drei Freunde bei einem Autounfall.

Allerdings war Mad Max alles andere eine teuere Produktion, wenn man betrachtet, wie viel Geld für andere Streifen ausgegeben wurde. Nur 350.000 Dollar hatten Miller und Kennedy in den Händen, als sie sich an den ersten Teil machten. Als kleine Anmerkung sei an dieser Stelle erwähnt, dass der Film erst vor wenigen Wochen vom deutschen Index gestrichen wurde. Trotz des geringen Budgets gelang es den Beiden, einen Film zu inszenieren, welcher durch aufwendige Stunts und massive Action-Szenen glänzt. Hierfür brachte man allerdings auch Opfer. Zu beginn des Films, als ein Auto durch einen Wohnwagen rast, nahm Milleraus Kostengründen sein eigenes Auto zur Hand. Bei den Motorradfahrern handelt es sich im Übrigen um echte Rocker.

Ein Film für die Ewigkeit

Mad Max erfuhr von Anfang an verhaltene Kritiken. Allerdings ging der Film in das Lexikon des Internationalen Films mit einem Beinamen ein, welchen man wohl nicht vermutet hätte. Mad Max wurde als "ein Albtraum aus Gewalt, Blut, Schrott und Grauen" bezeichnet. Gerade dies machte den Streifen für das Publikum so interessant. Ob Mad Max: Fury Road daran anknüpfen kann, wird sich noch zeigen müssen. Damals sorgte der Erfolg des ersten Teils allerdings dafür, dass Miller und Kennedy noch einen weiteren drehten. Mit Mad Max II - Der Vollstrecker fand das Grauen einen neuen Höhepunkt.

Im zweiten Teil der Reihe ist von der Zivilisation nicht mehr all zu viel übrig. Das sie vor die Hunde ging, ist dabei noch ein zu milder Ausdruck. In dieser Ära ist Benzin alles und Energie wird zum wesentlichen Faktor des Überlebens. Daher wird für ein Tanklaster auch schon mal eine ganze Siedlung dem Erdboden gleich gemacht. Dabei macht man in der Handlung aber einen deutlichen Sprung. Der zweite Teil von Mad Max ist wesentlich abgedrehter als der Erste. Irgendwie hat man ja das Gefühl, sich in einem Western zu befinden. Nur das die Pferde durch Motorräder ersetz, wurden. Auch in der Version von 2015 bleiben diese Elemente vorhanden.

Von Kleinem zum Großen

Der Film Mad Max II hatte das zehnfache Budget des Vorgängers zur Verfügung. Allein die aufwendigen Effekte zeigen, dass die Produzenten dieses Mal nicht sparen mussten. 40 Autos und ein Tanklaster fanden in der letzten Szene ein Ende. Auch bei der Technik hat sich einiges getan, denn sowohl der Schnitt als auch die Kameraführung sind deutlich professioneller. Allerdings hat man den Schurken schon ein wenig geschludert. Diese sehen mit ihren Lederschlüppern aus, als hätten sie die Matal-Band Manowar ausgeplündert. Allerdings sprechen bei Mad Max 400 Millionen Dollar Einspielergebnis eine klare Sprache. Somit stand zu diesem Zeitpunkt bereits eines fest, ein dritter Mad Max Teil musste her.

Die Streitfrage

Mad Max: Fury Road stellt einen neuen Anfang dar und ist nicht wirklich das Ende. Dieses sollte eigentlich mit Mad Max III kommen. Allerdings wurde das Ende offengelassen, sodass schon damals die Türen für Mad Max: Fury Road offen standen. Dabei ist Jenseits der Donnerkuppel ohnehin das ungeliebte Kind der Reihe. Einige wollen ihn nicht als Ende akzeptieren, andere feiern ihn als krönendes Finale. Auch hier geht es wieder um Benzin und Wasser. Mad Max wurde all seines Besitzes beraubt. Um sein Zeug wieder zu finden, muss er nach Bartertown gehen und dort den Zwerg Master Eleminieren. Doch er schenkt seinem Leibwächter das Leben und wird hierfür in die Wüste verbannt. Hier stößt er auf vereinsamte Kinder, die ihn als ihren Erlöser betrachten.

Zwar ist Mad Max III viel optimistischer als die ersten beiden Filme, allerdings wurde auch die Aktion und die Gewalt zurückgeschraubt. Allerdings ist die Besetzung mit Tina Turner als Aunty Entity durchaus gelungen. Auch der von ihr gesungene Titelsong " We dont need another Hero" wurde zu einem vollen Erfolg. Während der Produktion von Mad Max III kam es auch zu einem tragischen Zwischenfall. Byron Kennedy verunglückte bei einen Helikopterabsturz tödlich, als er auf der Suche nach einer passenden Location war.

Auf in die Zukunft - Kinostart von Mad Max: Fury Road am 14. Mai

Nach 30 Jahren ist Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel immer noch einen Blick wert. Nun schreiben wir 2015 und der nächste Teil der Saga sieht seinem Kinostart entgegen. Dabei soll der neue Film Mad Max: Fury Road, im Gegensatz zu den alten Mad Max Streifen, noch opulenter und actiongeladener werden. Mad Max 2015 kommt zwar ohne Mel Gibson daher, aber es wurde wohl ein würdiger Ersatz gefunden. Mit Tom Hardy, der in seiner Rolle aufgeht, hat man anscheinend die richtige Wahl getroffen. Hugh Keays-Byrne, welcher bereits im ersten Teil mitspielte, wird hier als neuer Bösewicht auftreten. Die Fans fiebern dem Kinostart von Mad Max: Fury Road schon entgegen. Ob der neue Mad Max wirklich mit den Alten mithalten kann, wird sich ja bald zeigen. Der Kinostart des neuen Mad Max ist am 14. Mai. In den USA wird damit gerechnet, dass der Streifen in den Kinos entsprechend gut einschlägt. Ob sich aber die Ergebnisse der ersten Max-Filme erreichen lassen, muss sich erst noch in der Praxis zeigen.

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