"Hölle auf Erden!": Ärger um Leo DiCaprios neuen Film

von Hengst, Tom veröffentlicht

Hölle auf Erden! Ärger um Leo DiCaprios neuen Film

© Joel Ryan/Invision/AP

Hölle auf Erden! Ärger um Leo DiCaprios neuen Film

Das winterliche Kanada kann eine hervorragende Kulisse sein - oder eine Todesfalle für ein schlecht ausgestattetes Filmteam. Eine Gewerkschaft nimmt die Arbeiten an Alejandro Inarritus neuem Film mit Leo DiCaprio, "The Revenant", schwer unter Beschuss.

Bedenken der Crew nicht ernstgenommen?

Alejandro Inarritu (51) ist nicht nur seit "Birdman" ein oscarprämierter Regisseur - er ist auch ein Künstler, der mit seinen Filmen stets dorthin geht, "wo es weh tut". Und das offenbar nicht nur im übertragenen Sinne. Eine Gewerkschaft hat nun schwere Vorwürfe gegen die Arbeitsbedingungen am Set von Inarritus neuem Film "The Revenant" erhoben. Whistleblower hatten vor einigen Tagen im Magazin "Hollywood Reporter" von einer "Hölle auf Erden" gesprochen. Ein Vertreter der "International Alliance of Theatrical Stage Employees" (IATSE) hat diese Aussagen nun verteidigt.

Gedreht wurde "The Revenant" - mit Leonardo DiCaprio (40, "The Wolf of Wall Street") in der Hauptrolle - unter anderem im tief winterlichen ländlichen Kanada. Der örtliche Präsident der IATSE, Damian Petti, erzählte "Hollywood Reporter" nun, ungefähr 15 von 20 Crewmitgliedern seien während der Dreharbeiten gefeuert worden. Einige von ihnen, nachdem sie "Sicherheitsfragen aufgebracht" hatten: "Mir ist nicht klar, inwiefern die Mitarbeit ernstgenommen worden wären, wenn sie Sicherheitsbedenken äußerten", klagte Petti. Genau das sei aber nötig, wenn unter extremen Bedingungen gearbeitet werde.

"Sie werden sagen: 'Wow.'"

Petti beklagte sich vor allem über "die Studiobosse in Los Angeles". Diesen sei schwer begreiflich zu machen, dass "die Unzahl von Sicherheitsfragen bei Drehs in tiefem Schnee - Kälte, abgelegene Locations, rutschiger Boden und schwierige Kommunikation" die Grenzen sicheren Arbeitens verschieben würden. Ein höherer Produktionsmitarbeiter habe bei einer Telefonkonferenz lediglich behauptet, Schwierigkeiten würde "überdramatisiert".

Die Produktionsfirma New Regency wies die Vorwürfe unterdessen zurück. Es seien Experten für "Wildwasser, Bergsteigen, Bären-Verhalten, Helikopter-Operationen und Kälte" engagiert worden, hieß es. Allerdings dürfte diese Aufzählung auch bereits einen Einblick in die Strapazen bei den Dreharbeiten geben. Inarritu selbst verteidigt die harten Bedingungen gegen alle Kritik. "Wenn Sie den Film sehen, werden Sie die Dimension des Ganzen begreifen. Und Sie werden sagen: 'Wow.'" versprach Inarritu in einem Interview.

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