Sie hat es endgültig geschafft: Vom nicht ganz so unschuldigen Häschen aus dem Porno zur etablierten und gefragten Schauspielerin mit Charakter. Ich meine Sibel Kekilli, die Freitagabend als beste Hauptdarstellerin mit dem Deutschen Filmpreis geehrt wurde.

Ich wunder mich gerade selbst, dass ich nicht schon viel früher über Sibel Kekilli geschrieben hab – bei der Vergangenheit! Geboren wurde die Deutsche mit türkischen Wurzeln am 16. Juni 1980 in Heilbronn. Mit 16, nach dem Schulabschluss, arbeitete sie als Verwaltungsfachangestellte in der Stadtverwaltung. Nach zwei Jahren reichte sie die Kündigung ein und zog nach Essen.

Ihre Brötchen verdiente sich Sibel Kekilli unter anderem als Verkäuferin, Türsteherin, Reinigungskraft, Geschäftsführerin eines Nachtclubs, Kellnerin, Promoterin, Pornodarstellerin und Model für Nacktfotos. Bevor sie Fatih Akin für „Gegen die Wand“ (2010) besetzte – Kekillis erster Kinofilm überhaupt – und sie die Karriereleiter im seriösen Schauspielfach Stufe für Stufe weiter nach oben stieg, gab sie zwei Jahre lang vollen Körpereinsatz für Pornoproduktionen.

So war Sibel Kekilli 2001 in einer Folge der Filmserie „Junge Debütantinnen” zu sehen, deren Regisseur sogar den Venus Award bekommen hatte. Ein Jahr danach folgten Produktionen wie „Die Verfickte Praxis“, „2002 wilde Sex-Nächte“, „Casa Rosso“, „Die Megageile Küken-Farm“, „Ein Sommertagstraum“, „Hotel Fickmichgut“ und „Süsse Teeny-Träume“.

Den Deutschen Filmpreis gab es nun schon zum zweiten Mal: Diesmal für ihre Rolle in „Die Fremde“ (2010) – ihre erste Titelrolle im normalen Filmbusiness überhaupt. Wenn das so weitergeht, erobert Sibel Kekilli als nächstes die gesamte Kinowelt …

Sibel Kekilli und ihre Vergangenheit in Pornos

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